Seit 2024 kommt kaum ein Süßwarenregal ohne sie aus: die Dubai-Schokolade. Was als Einzelprodukt einer kleinen Chocolatier-Manufaktur begann, ist heute eine eigene Produktkategorie – mit großen Qualitätsunterschieden. Dieser Beitrag erklärt, woraus sie besteht, woran man gute Ware erkennt und welche Varianten es inzwischen gibt.
Woher kommt die Dubai-Schokolade?
Der Ursprung liegt bei einer Manufaktur in Dubai, die 2021 eine gefüllte Tafel unter dem Namen „Can’t Get Knafeh of It" auf den Markt brachte – angelehnt an Knafeh, ein arabisches Dessert aus Teigfäden, Käse und Zuckersirup. Der weltweite Durchbruch kam Ende 2023 über ein einzelnes Video auf TikTok: Der charakteristische Bruch der Tafel und die grüne Füllung waren visuell so eingängig, dass die Nachfrage innerhalb weniger Monate explodierte.
Was ist Kadayif – und warum knuspert es?
Der entscheidende Bestandteil heißt Kadayif (auch Kataifi geschrieben): hauchdünne Teigfäden, wie sie in der türkischen und arabischen Küche seit Jahrhunderten für Süßspeisen verwendet werden. Sie werden in Butter oder Öl geröstet, bis sie goldbraun und spröde sind, und dann unter die Pistaziencreme gehoben.
Der Knusper hält allerdings nur, solange die Fäden trocken bleiben. Zieht Feuchtigkeit aus der Creme in den Teig, wird die Füllung weich – deshalb schmeckt eine frisch produzierte Tafel deutlich besser als eine, die monatelang im Lager stand. Ein Grund, weshalb sich der Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum hier mehr lohnt als bei normaler Schokolade.
Woran erkennt man gute Dubai-Schokolade?
- Pistazienanteil in der Zutatenliste. Steht Pistazie weit hinten oder taucht stattdessen „Pistazienaroma" auf, besteht die Füllung überwiegend aus Zucker und Pflanzenfett.
- Füllungsanteil. Gute Tafeln kommen auf 50 % und mehr Füllung. Bei dünner Füllung dominiert die Schokolade und der Effekt verpufft.
- Kadayif statt Krokant. Manche Nachahmer arbeiten mit Waffelbruch oder Krokant – das knuspert zwar, hat mit dem Original aber wenig zu tun.
- Kühle Lagerung. Über 18 °C wird die Füllung weich und die Schokolade bekommt Fettreif.
Welche Varianten gibt es?
Aus der ursprünglichen Idee hat sich eine ganze Familie entwickelt:
- Los Bubos Dubai-Style mit Pistazien-Kadayif – die klassische Variante in der 100-g-Tafel.
- Orient Taste Pistazien-Waffel – dasselbe Prinzip als 28-g-Riegel für unterwegs, mit 80 % Füllung.
- Beyoğlu Dubaco – türkische Interpretation mit 96 g.
- Angel Style Pistachio Cotton Candy – statt Kadayif kommt hier Pismaniye zum Einsatz, die türkische Zuckerwatte. Feiner im Biss, ähnlich im Prinzip.
- Los Bubos Matcha Strawberry – die grüne Füllung stammt hier von Matcha statt Pistazie.
Und was ist Pismaniye?
Pismaniye – auf Deutsch oft „Engelshaar" genannt – ist eine türkische Süßigkeit aus gezogenem Zucker mit geröstetem Mehl, faserig wie Zuckerwatte, aber trockener und weniger süß. In der Schokolade sorgt sie für einen weicheren, fast schmelzenden Kontrast statt des harten Knusperns von Kadayif. Wer beides einmal nebeneinander probiert, schmeckt den Unterschied sofort.
Alle genannten Tafeln findest du in unserer Schokoladen-Abteilung, samt vollständiger Zutatenliste, Allergenen und Nährwerten.