Kaum eine Limonade ist so unterschiedlich wie Fanta. Was in Deutschland orange und vergleichsweise zurückhaltend süß ist, kann in Asien nach Litschi schmecken und in Nordamerika nach Punsch. Der Grund liegt in der Geschichte der Marke – und in den Vorschriften der jeweiligen Märkte.
Eine deutsche Erfindung
Fanta entstand 1940 in Deutschland: Wegen des Krieges kam kein Cola-Sirup mehr aus den USA, und der damalige Leiter von Coca-Cola Deutschland entwickelte aus dem, was verfügbar war – Molke und Apfeltrester – ein neues Getränk. Der Name entstand aus „Fantasie". Erst nach dem Krieg wurde Fanta zur weltweiten Marke, und schon damals galt: Die Rezeptur richtet sich nach dem, was lokal verfügbar und gefragt ist.
Warum die deutsche Fanta anders schmeckt
In Deutschland enthält Fanta Orange einen Fruchtsaftanteil und wird seit der Rezepturumstellung 2019 mit weniger Zucker hergestellt. In den USA gibt es keinen Saftanteil; gesüßt wird meist mit Maissirup, gefärbt mit zugelassenen Lebensmittelfarben. Das ergibt eine deutlich süßere, direktere Limonade. Asiatische Abfüllungen liegen oft dazwischen, arbeiten dafür mit Fruchtsorten, die hier nie im Regal standen.
Die Sorten im Sortiment
Wir importieren einzelne Abfüllungen direkt aus dem jeweiligen Markt:
- Fanta Watermelon (China) – Wassermelone, spritzig und weniger süß als erwartet.
- Fanta Pineapple (China) – Ananas, in Asien eine Standardsorte.
- Fanta Chucky’s Punch (Kanada) – Limited Edition mit Punschnote.
- Fanta Peach (USA) – Pfirsich, koffeinfrei, in der 355-ml-Dose.
- Fanta Grape (USA) – Traube, eine der ältesten US-Sorten.
- Fanta Grape (Asien) – dieselbe Frucht, andere Rezeptur.
- Fanta Lemon & Elderflower – Zitrone mit Holunderblüte, europäische Sonderabfüllung.
- Fanta Pear (UK) – Birne, in Großbritannien verbreitet.
330 ml oder 355 ml?
Die Dosengröße verrät die Herkunft: 330 ml ist das europäische und asiatische Standardmaß, 355 ml entspricht 12 flüssigen Unzen und kommt aus Nordamerika. Wer eine 355-ml-Dose in der Hand hält, hat also mit hoher Wahrscheinlichkeit US- oder Kanada-Ware.
Worauf beim Import achten?
Importierte Limonaden tragen die Originalbeschriftung, oft ohne deutsche Angaben. Zutaten, Allergene und Nährwerte stehen deshalb bei uns auf jeder Produktseite auf Deutsch – ebenso das Pfand, das auf Einwegdosen auch bei Importware anfällt.
Alle Sorten stehen in der Kategorie Softdrinks. Wer wissen will, warum amerikanische Limonaden generell anders schmecken, findet im Beitrag zu Root Beer ein extremes Beispiel.